Thermische Desinfektion, Stoßchlorierung und nachhaltige Sanierung Ihrer Trinkwasseranlage nach DVGW Arbeitsblatt W 551 und DIN EN ISO 19458.
Wenn eine Legionellenuntersuchung einen erhöhten Befund zeigt oder wenn Ihre Anlage bekannte Risikofaktoren aufweist, ist schnelles und fachgerechtes Handeln gefordert. Legionellen in Warmwasseranlagen stellen eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr dar – die Legionärskrankheit, eine Form der Lungenentzündung, kann bei gefährdeten Personen lebensbedrohlich verlaufen.
Als ausgewiesener Spezialist für Trinkwasserhygiene führt Aquatar Technologie alle anerkannten Bekämpfungsverfahren durch – von der kurzfristigen thermischen Notfalldesinfektion bis zur nachhaltigen Sanierung chronisch belasteter Anlagen. Wir sind im 80-km-Radius um Waldbrunn schnell für Sie vor Ort und verfügen über die notwendige Erfahrung, Zertifizierungen und Ausrüstung.
Grundlage aller unserer Bekämpfungsmaßnahmen ist das DVGW Arbeitsblatt W 551, das die technischen Anforderungen und Maßnahmen für Trinkwasserinstallationen in Gebäuden regelt. Alle Arbeiten werden lückenlos dokumentiert, sodass Sie gegenüber Behörden, Versicherungen und Mietern rechtssicher aufgestellt sind.
Je nach Befundlage, Anlagenart und Schwere der Kontamination empfehlen wir das optimale Verfahren – oder eine Kombination mehrerer Methoden für nachhaltige Ergebnisse.
Die thermische Desinfektion ist das wirksamste und am häufigsten eingesetzte Verfahren zur Legionellenbekämpfung. Das gesamte Trinkwarmwassersystem wird auf mindestens 70 °C erhitzt und für mindestens 3 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Bei 70 °C werden Legionellen innerhalb von Sekunden abgetötet.
Bei der Stoßchlorierung wird dem Trinkwassersystem kurzfristig eine erhöhte Konzentration an Chlor oder anderen Desinfektionsmitteln zugegeben. Das Biozid wirkt direkt auf Legionellen und den schützenden Biofilm. Nach der Einwirkzeit wird das System gründlich gespült und der Chlorgehalt auf den zulässigen Grenzwert reduziert.
UV-Desinfektionsanlagen bieten kontinuierlichen Schutz im laufenden Betrieb. UV-Licht der richtigen Wellenlänge (254 nm) zerstört die DNA der Legionellen und macht sie unfähig zur Vermehrung. UV-Anlagen werden am Zufluss zur Warmwasseranlage installiert und liefern dauerhaften, chemikalienfreien Schutz.
Totstränge – selten genutzte Leitungsabschnitte, in denen Wasser stagniert – sind die häufigste Ursache für wiederkehrende Legionellenbefunde. Wir lokalisieren Problemstellen, sanieren oder entfernen Totstränge und optimieren die Zirkulation im Leitungsnetz für dauerhaften Schutz.
Ein Befund über dem technischen Maßnahmenwert (100 KBE/100 ml) erfordert sofortiges Handeln. Wir leiten umgehend die notwendigen Maßnahmen ein.
Sie melden uns den Befund oder schildern die Situation. Wir bewerten sofort den Handlungsbedarf und besprechen das weitere Vorgehen – telefonisch oder per WhatsApp, auch außerhalb der Geschäftszeiten.
Wir besichtigen Ihre Trinkwasserinstallation vollständig: Speicher, Rohrführung, Zirkulation, Entnahmestellen und potenzielle Totstränge. Auf Basis dieser Bestandsaufnahme wählen wir das optimale Bekämpfungsverfahren.
Wir führen die vereinbarte Desinfektionsmaßnahme durch – thermisch, chemisch oder kombiniert. Alle Entnahmestellen werden systematisch behandelt und die Temperaturen bzw. Biozidkonzentrationen laufend gemessen und protokolliert.
Nach der Behandlung entnehmen wir erneut Proben an allen relevanten Entnahmestellen. Diese werden im akkreditierten Labor analysiert, um den Erfolg der Maßnahme zu bestätigen.
Sie erhalten einen vollständigen schriftlichen Maßnahmenbericht mit Fotodokumentation, Messwerten und Laborbefunden. Diese Unterlagen sind die Grundlage für Ihre Meldung an das Gesundheitsamt und Ihre Betreiberakte.
Auf Wunsch erarbeiten wir mit Ihnen einen dauerhaften Wartungs- und Präventionsplan, der erneute Befunde verhindert: regelmäßige Temperaturkontrollen, Wartungsintervalle und ein Probenahmeprogramm.
Bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwerts müssen Sie das Gesundheitsamt informieren und sofort Maßnahmen einleiten. Wir unterstützen Sie dabei.
Das wichtigste technische Regelwerk für Trinkwasserinstallationen in Gebäuden. Es legt Temperaturgrenzen, Systemanforderungen und Betriebsmaßnahmen fest – Grundlage aller unserer Bekämpfungsmaßnahmen.
Norm für die normgerechte Probenentnahme aus Trinkwasserinstallationen. Sichert die Vergleichbarkeit der Ergebnisse vor und nach der Bekämpfungsmaßnahme.
Norm für den Nachweis und die Quantifizierung von Legionella in Wasser. Sichert die Qualität der Laborergebnisse, auf die sich unsere Maßnahmen stützen.
Je nach Größe der Anlage dauert eine thermische Desinfektion zwischen 4 und 8 Stunden. Für ein typisches Mehrfamilienhaus mit 10–20 Wohneinheiten sollten Sie einen ganzen Arbeitstag einplanen. In dieser Zeit muss das Warmwassersystem für die Bewohner gesperrt sein, was vorher kommuniziert werden sollte.
Nach der thermischen Desinfektion ist kein spezielles Spülen erforderlich – das Wasser kann nach dem Abkühlen wieder normal genutzt werden. Bei der chemischen Stoßchlorierung hingegen ist eine gründliche Nachspülung obligatorisch, um den Chlorgehalt wieder auf den zulässigen Grenzwert zu bringen. Wir messen den Chlorgehalt nach der Spülung, um die sichere Nutzung zu bestätigen.
Die Bekämpfungsmaßnahmen selbst sind für die Bewohner nicht gefährlich, sofern die Warmwassernutzung während der Desinfektion unterbrochen wird. Heißes Wasser (70 °C) könnte Verbrennungen verursachen; daher werden alle Entnahmestellen während der thermischen Desinfektion gesichert. Nach Abschluss der Maßnahme ist das Wasser wieder vollständig sicher nutzbar.
Nach §16 TrinkwV muss das Gesundheitsamt unverzüglich informiert werden, wenn der technische Maßnahmenwert von 100 KBE/100 ml überschritten wird. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung der notwendigen Meldung und der Kommunikation mit der Behörde – das ist Teil unseres Leistungsangebots nach einer positiven Untersuchung.
Die Kosten der Legionellenuntersuchung können grundsätzlich als Betriebskosten auf Mieter umgelegt werden, soweit dies im Mietvertrag vereinbart ist. Die Kosten für Bekämpfungsmaßnahmen, also Desinfektionen nach einem positiven Befund, gelten hingegen als Instandhaltungskosten und müssen in der Regel vom Eigentümer getragen werden. Wir empfehlen im Einzelfall eine Beratung durch einen Fachanwalt für Mietrecht.
Eine einmalige Desinfektion bekämpft akute Legionellenkontaminationen wirksam. Ob ein erneuter Befund auftritt, hängt jedoch von den strukturellen Bedingungen der Anlage ab. Wenn Totstränge, zu niedrige Betriebstemperaturen oder unzureichende Zirkulation das eigentliche Problem sind, werden Legionellen nach einiger Zeit wieder wachsen. Wir analysieren die Ursachen und empfehlen gegebenenfalls strukturelle Maßnahmen für dauerhaften Schutz.